In seinen Projekten erprobt der Berliner Künstler gestalterische und performative Beteiligungssituationen in sozialen Kontexten. An Harburg interessiert Einhoff das Vereinsleben als sozialer Raum und Möglichkeit von bürgerlichem Engagement. In einer durch ihn veranlassten Zeremonie treffen am 27. September 2009 auf dem Marktplatz “Sand” verschiedene örtliche Vereine aufeinander, eingeladen dazu, die Teilnahme als öffentliche Plattform für Meinungsäußerung und Selbstdarstellung zu nutzen. Ihnen wird dabei eine Form der Repräsentation zuteil, die sonst der Inszenierung staatlichen oder sportlichen Großereignissen vorbehalten bleibt: Die eigene Flagge wird gehisst, die Vereinshymne gespielt, Botschaften werden von einer Tribüne aus in Form von zusammengesetzten Großplakaten über­mittelt. Das Gleiche gilt für die anschließende “Dokumentation”: Kamerafahrten mit Kran unterstreichen die Bedeutung, die dem Ereignis bei­gemessen wird.

Matthias Einhoff, *1972 in Hildesheim, lebt und arbeitet in Berlin

• weitere Informationen + Biografie
• Skulpturenpark





Die Zeremonie für Harburger Vereine fand am 27.09.2009 auf dem Marktplatz Sand in Harburg statt und wurde während der »Harburger Berge« in den Schaufenstern einiger Harburger Geschäfte ausgestrahlt.