Sechs internationale Künstler, Künstlerinnen und -gruppen wurden eingeladen, für den Hamburger Stadtteil Harburg Arbeiten im öffentlichen Raum zu konzipieren, die bestehende Bilder vom urbanen Leben abseits des Zentrums befragen – und neue produzieren. Anders als es der bodenständig klingende Titel “Harburger Berge” suggerieren mag, geht es nicht darum, bleibende Wahrzeichen zu schaffen oder vorhandene Schönheiten zu betonen, sondern vielmehr darum, ästhetische Erfahrungen von alltäglichen oder auch wenig vertrauten Situationen im Harburger Stadtgebiet anzubieten. Die Ausstellung lädt ihre in- und auswärtigen Besucher und Besucherinnen zu Wanderungen durch die Stadtlandschaft ein. Wie verhält es sich mit der Differenz zwischen Innen- und Außenwahrnehmung, zwischen den Interessen kleinerer Bevölkerungsgruppen und der Allgemeinheit, zwischen offi­zieller Inszenierung und subjektivem Erleben? Die sichtbar gemachten Fragestellungen öffnen einen Raum für Erfahrungen, in dem sich Kunst und Reflexionen über das (eigene) urbane Leben unmittelbar und produktiv rückkoppeln lassen. Das Projekt folgt der 2004 durch die Hamburger Bürgerschaft ins Leben gerufenen Ausstellungsreihe “10°Kunst” entlang des 10. Längengrads in den Süden der Stadt.

Kuratiert von Britta Peters und Tim Voss
Team: Marie Luise Birkholz, Annika Goretzki,
Varinka Schreurs

mit

Julia Bünnagel
Matthias Einhoff
Ivan Moudov
Olaf Nicolai
Tatzu Nishi
ZimmerFrei